Die Geschichte hinter dem Bag: brasilianischer Zuckerhut

Manchmal bekommen wir Anfragen für Chalkbags aus der ganzen Welt. Zu den belieferten Ländern zählen inzwischen nicht nur das deutschsprachige oder europäische Ausland. Unsere Chalkbags sind schon nach Japan, in die USA und seit diesem Jahr Brasilien verschickt worden.

Leider ist es nicht immer ganz einfach unsere Chalkbags an das gewünschte Ziel zu bekommen. Bei manchen Ländern sind die Zollbestimmungen für eine kleine Firma wie Wildwexel ein sehr großer Aufwand (Schweiz). Bei manchen Ländern kann die Verständigung abenteuerlich werden (Japan) und in manche Länder ist der Postweg ziemlich lang und nicht so zuverlässig, so der Fall bei der Bestellung  von Tanja.

Wildwexel am Zuckerhut

Anfang des Jahres erreichte uns ihre Anfrage aus Rio de Janeiro in Brasilien. Dort arbeitet Tanja seit sieben Jahren als Kunstlehrerin an der dortigen Deutschen Schule. Mit dem Klettern begann sie vor fünf Jahren und ist seitdem leidenschaftlich dabei. Die Chalkbags von Wildwexel hat sie im Internet entdeckt und wollte einen persönlichen für sich nach Brasilien bestellen. Wildwexel Chalkbag Zuckerhut 1

Die Tatsache, dass Tanja in Brasilien lebt, hat uns natürlich neugierig gemacht und wir haben Tanja ein paar Fragen zum Klettern in Brasilien gestellt.

Mäßige Materialversorgung in Brasilien

So erfuhren wir, dass Klettern in Brasilien noch ein Nischensport ist. Zwar ist Rio ansich ein Kletterparadies mit wunderschönen Kletterfelsen mitten in der Stadt und einer traumhauften Aussicht auf das Meer und den Zuckerhut.

Kletterhallen gibt es allerdings keine und die zwei Boulderhallen entsprechen nicht den deutschen Standards – und haben am Wochenende geschlossen. Zum Vergleich, Rio hat mit 6,4 mio. Einwohnern fast doppelt so viele Einwohner wie Berlin (3,5 mio.), aber Berlin verfügt über 9 reine Boulderhallen. Da sind die Boulderbereiche den Kletterhallen (4?) nicht mitgerechnet. Natürlich ist das Klima in Rio ein anderes als in Berlin und wer will schon in die Halle, wenn man in der Sonne am Fels hängen kann? Aber der Unterschied ist doch frappierend.

Außerdem scheint auch die Versorgung mit Klettermaterial in Rio noch nicht optimal zu sein. So berichtete uns Tanja, dass die heimischen Kletterer froh sind, wenn sie ihre Ausrüstung überhaupt zusammen bekommen. Aussehen, besonders das von Chalkbags, spielt dann verständlicherweise eher eine Nebenrolle.

Ein Wildwexel geht auf Reisen – mit Hindernissen

Tanja wollte dennoch ein schönes Chalkbag am Gurt hängen haben und die blauen Blumen mit Zeltstoff sollten es sein. Das Chalkbag war schnell genäht. Die Lieferung hingegen gestaltete sich etwas schwieriger. Ein Paket nach Brasilien zu schicken kostet ca. 16€. Bei einem Produktpreis von 35€ ist das viel. Hinzu kommt, dass man nicht so ganz sicher sein kann, ob das Paket auch wirklich in Brasilien ankommt. Wie lange es für die Reise braucht, steht dann noch mal auf einem anderen Zettel. Wildwexel Chalkbag Zuckerhut 2

Zum Glück planten Tanjas Eltern für Juni diesen Jahres einen Besuch in Brasilien. Somit reiste Tanjas neues Chalkbag zunächst nach Nordrhein-Westfalen und von dort ging, es im Koffer der Eltern, über den großen Teich. Leider ging auf dem Flug das Gepäck der Eltern verloren. Nach drei Tagen wurde es gefunden und das Chalkbag erreichte endlich seine glückliche Besitzerin.

Wildwexel reist weiter

Da Tanja gerne zum Klettern ins südamerikanische Ausland reist, bekommt das neue Chalkbag allerhand zu sehen, wie z.B. Argentinien oder Chile. Dort fällt das Chalkbag häufig auf und Tanja bekommt viele Komplimente dafür. Anscheinend haben die Argentinier und Chilenen etwas mehr Sinn für Kletterstyle.

Im Dezember/Januar ist die nächste Reise geplant. Dann reist unser Wildwexel weiter und zeigt der Kletterwelt, dass Chalkbags richtig schick aussehen können.